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Neben der Bildungsarbeit ist der kontinuierliche Aufbau von Modellprojekten eine wesentliche Zielsetzung der Einrichtung.
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Ökologischer Anbau von Stangenbohnen (Blauhilde) und Tomaten (Yellow Submarine) zur Saatgutvermehrung in Oberlauda durch Mitarbeiter H. Hollerbach
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Bestehende Modellprojekte
Modellprojekt «Naturnahe Obstwiese»
(Beginn 1996)
Durch die Rodung ehemaliger, dann verwilderter Rebanlagen zur der Anlage einer naturnahen Obstwiese konnten 8 benachbarte Grundstücke mit Kalkstein-Trockenmauern und Steinriegeln in Oberlauda wieder in Kultur genommen werden. Die Erzeugung von Tafelobst, die Herstellung von Qualitätsapfelsaft und Dörrobst wird angestrebt. Entlang der Trockenmauer werden Schwertlilien kultiviert, in der Blüte eine Au-genweide für die Spaziergänger des beliebten Höhenweges in der Rebflur.
Modellprojekt «Entwicklung neuer Anbau-methoden für Feldgemüse » (Beginn 1998)
Auf einem Standort in flacher Südhanglage in der Rebflur von Oberlauda werden angepasste Anbaumethoden für Feldgemüse und Gartenkulturen entwickelt. Entscheidend sind die optimale Nutzung der Winterfeuchtigkeit und Abschwächung der Sommertrockenheit durch frühe Aussaaten, Mulchen und Mischkulturen. Ziel ist es hochwertiges Gemüse vorwiegend mit effektiven Handarbeitsmethoden zu erzeugen. Angebaut werden Kartoffel, Zwiebel, Knob-lauch, Ackerbohnen, Buschbohnen, Erbsen, diverse Kohlgewächse, Möhren, Rote Bete, Erdbeeren, Tomaten, Salate, etc..
Modellprojekt «Ökologische Saatgutvermehrung» (Beginn 2001)
Der gleiche Standort eignet sich für die Saatgutvermehrung wärmeliebender Gemüsearten und Kräuter, die zur Ausreife der Samen viel Wärme und Trockenheit benötigen. Folgende Kulturen wurden bisher vermehrt: Diverse Buschbohnen- und Tomatensorten, Stangenbohnen, Zuckererbsen, Kapuzinerkresse, Färberkamille, Schwarzkümmel und Würzoregano (zum Teil mit Bewässerung).
Modellprojekte (im Aufbau)
Die Kulturgeschichte der Obstgehölze, ein Bestandteil unserer Obstbaukurse, soll durch die Anlage eines Schaugartens mit den Wildformen der heutigen Obstarten demonstriert werden. Daneben sollen seltene Obstgehölze kultiviert und deren ökologischer Wert vermittelt werden.
Die Ränder des Obstsorten-Arboretums sollen mit standortgerechten Gehölzen und Stauden bepflanzt werden. Ziel ist es der Bevölkerung die vielseitigen Möglichkeiten der naturnahen Gestaltung von Vorgärten und öffentlichen Grünanlagen näher zu bringen.
Modellprojekte (In Planung)
Zur Dokumentation der Entwicklung von Flora und Fauna in den Modellprojekten sollen standortskundliche Kartierungen durchgeführt wer-den, deren Ergebnisse in die Bildungsarbeit einfließen können.
Trockenmauern und Steinriegel sind wertvolle Nischen für die Tier- und Pflanzenwelt. Die Trockenmauern der Modellprojekte, die zur Erhaltung der Wirtschaftswege notwendig sind, können mit vertretbarem Aufwand wieder Instand gesetzt werden. Andere Grundstückseigentümer, deren Trockenmauern oft nur wenige Meter betragen, sollen zur Pflege angeregt werden.
Ein Sortengarten mit Weiden für die Korbflechterei ist in der Talaue des Oberlaudaer Ba-ches angedacht. Als nachwachsender Rohstoff mit langer Haltbarkeit und vielseitiger Verwendung ist die Weide heute wieder aktuell, auch für die Herstellung von Naturmöbeln und in Naturgärten. Die Weiden sollen in Korbflechtkursen verwendet und an Teilnehmer weitergegeben werden.
Das Aufstellen von Bienenkästen in den Modellprojekten (Obstbau) ist vorgesehen. Durch die Anlage von Bienenweiden soll die Imkerei in der Region insgesamt gefördert und unterstützt werden.
Der Aufbau einer Ziegen-/Schafhaltung mit vom Aussterben bedrohten Haustierrassen wird angedacht. Diese können zum Beweiden der Projektflächen und zur Verwertung von Schnittgut aus der Landschaftspflege eingesetzt werden. Interessenten sollen bei der Nutzung und Pflege ihrer Grundstücke beraten und in die Projektarbeit einbezogen werden.
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